Was ist Legasthenie & Dyskalkulie?

Je früher eine Legasthenie/Dyskalkulie entdeckt wird, desto besser. Durch eine individuelle Förderung wird das legasthene Kind dabei unterstützt, seine Talente zu nutzen und seine Schwächen bestmöglich zu kompensieren.

 

Eine Legasthenie oder Dyskalkulie kann zwar nicht „wegtherapiert“ werden, jedoch ist sie durch die passende Unterstützung in den meisten Fällen gut in den Griff zu bekommen.

Bei der Legasthenie sowie auch der Dyskalkulie handelt es sich um eine genetische Veranlagung, die dazu führt, dass Sinneswahrnehmungen different ausgeprägt sind. Legasthene/dyskalkule Menschen haben eine besondere Informationsverarbeitung und nehmen anders wahr als nicht-legasthene Menschen.

Dadurch kommt es zu Schwierigkeiten im Umgang mit Symbolen wie Zahlen und/oder Buchstaben. Ein legasthenes Kind ist deutlich unaufmerksamer wenn es sich mit Symbolen befasst, als beispielsweise beim Spielen, wo es sich länger auf eine bestimmte Tätigkeit konzentrieren kann.

 

Aus diesem Grund ist auf pädagogischer Ebene eine spezielle Förderung vonnöten. Für eine solche fehlt jedoch im österreichischen Schulsystem meist die Zeit und somit wird die Art und Weise, wie Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) gelehrt werden, den Ansprüchen legasthener/dyskalkuler Menschen nicht gerecht.

Pädagogische Definition von Frau Dr. Astrid Kopp-Duller

Präsidentin des Ersten Österreichischen Dachverbandes Legasthenie, 1995

«Ein legasthener/dyskalkuler Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene/dyskalkule Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Schreibens, Lesens oder Rechnens.»